Wie viel dürfen Studierende dazu verdienen?

Wie viel dürfen Studierende dazu verdienen?

Der Sommer naht und wieder werden viele Studierende die freien Monate nutzen, um sich etwas dazu zu verdienen. Doch wenn das Entgelt eine gewisse Grenze übersteigt, drohen massive Konsequenzen wie der Verlust der Familienbeihilfe und/oder der Studienbeihilfe!

Um die Familienbeihilfe nicht zu verlieren, dürfen Studierende (ab dem Kalenderjahr in dem sie das 20. Lebensjahr vollenden!) generell max. EUR  10.000,- pro Jahr verdienen. Dabei ist das zu versteuernde Einkommen relevant:  D.h. das Bruttogehalt (ohne Sonderzahlungen) minus Sozialversicherungsbeiträge.

Etwaige Lehrlingsentschädigungen, Waisenpensionen und jenes Einkommen, das vor oder nach Zeiträumen erzielt wird, bei denen ein Anspruch auf Familienbeihilfe besteht, bleiben jedoch außer Betracht. Für die „Zuverdienstgrenze der Familienbeihilfe“ ist zudem eine so genannte „Jahresdurchrechnung“ relevant und es gibt keine monatliche Betrachtungsweise! Übersteigt das Einkommen im Kalenderjahr diese Zuverdienstgrenze, dann ist jener Teil der Familienbeihilfe, der EUR 10.000,- überschritten hat, leider zurückzuzahlen.

Neben einem Studienbeihilfe-Bezug können ebenfalls max. EUR  10.000,- dazuverdient werden, ohne dass es zu einer Kürzung dieser Beihilfe kommt. Diese Zuverdienstgrenze erhöht sich für jedes unterhaltsberechtigte Kind und je nach Alter des betroffenen Kindes. Beim Bezug von Studienbeihilfe über das gesamte Kalenderjahr ist grundsätzlich das Gesamtjahreseinkommen heranzuziehen: D.h. das Bruttoeinkommen (inkl. Sonderzahlungen) minus Sozialversicherungsbeiträge, Sonderausgaben und Werbungskostenpauschale. Dies gilt sowohl für selbständige als auch für unselbständige Einkünfte.

Kanzleitipp: Die oben genannten Parameter sind natürlich nur generelle Angaben ohne Allgemeingültigkeit in speziellen Fällen. Es wird daher vorab zu einem Gespräch mit uns geraten um von Fall zu Fall die richtigen Entscheidungen treffen zu können.