Vorsteuerberichtigung: USt-Falle bei Großreparaturen

Vorsteuerberichtigung: USt-Falle bei Großreparaturen

Beim Verkauf von sanierten Liegenschaften kann eine erhebliche Umsatzsteuerbelastung durch die Vorsteuerberichtigung drohen…

Wenn sich nachträglich die für einen Vorsteuerabzug maßgeblichen Verhältnisse (d.h. Wechsel von Umsatzsteuerpflicht zur Umsatzsteuerbefreiung und vice versa) ändern, muss unter bestimmten Voraussetzungen eine Berichtigung des Vorsteuerabzugs erfolgen. Daher muss ein teil der vorerst abgezogenen Vorsteuern an das Finanzamt zurückerstattet werden. Der Zeitraum für Vorsteuerberichtigungen bei Grundstücken beträgt einschließlich aktivierungspflichtiger Aufwendungen und Kosten für Großreparaturen in der Regel 20 Jahre.

Wird also bei einer Immobilie des Anlagevermögens eine Großreparatur vorgenommen und Vorsteuern geltend gemacht, so muss im Falle einer (innerhalb von 20 Jahren Berichtigungszeitraum) umsatzsteuerfreien Veräußerung eine Vorsteuerberichtigung erfolgen.

Da der VwGH das Vorliegen einer Großreparatur an vielen Beispielen recht schwammig und individuell beurteilt, sollten Sie beachten und hinterfragen, ob die Notwendigkeit einer Vorsteuerberichtigung in Ihrem individuellen Fall wirklich vorliegt, denn es kann unter bestimmten Umständen bei einer Sanierung von Liegenschaften mit anschließendem Verkauf zu einer erheblichen Umsatzsteuerbelastung aufgrund der Vorsteuerberichtigung kommen.

Wir stehen Ihnen mit Unterstützung und Beratung daher gerne jederzeit bei!