So verhindern Sie Anspruchszinsen für die Veranlagung 2017

Da Steuernachzahlungen mit dem Stichtag 1. Oktober 2018 für das Veranlagungsjahr 2017 verzinst werden, empfiehlt sich derzeit eine individuelle Überprüfung der aktuellen Steuersituation.

Generell beginnt heuer die Anspruchsverzinsung für noch nicht veranlagte (bzw. noch nicht mittels Bescheid vorgeschriebene) Einkommen- und Körperschaftsteuern für das Jahr 2017 mit dem 1. Oktober 2018 zu laufen.

Ergibt sich also aus einer bescheidmäßigen Veranlagung 2017 nun eine Nachzahlung oder eine Gutschrift hinsichtlich Einkommen- & Körperschaftsteuern, wird diese ab dem oben genannten Stichtag bis zum Datum des Bescheides verzinst (in der Regel für maximal 48 Monate). Der variable Zinssatz dieser Verzinsung (ab der Bagatellgrenze von EUR 50,-, unter der alle Verzinsungen ja entfallen) beträgt derzeit heuer sowohl für Nachforderungs- als auch Gutschriftzinsen  1,38 %.

Nachforderungszinsen sind übrigens ertragsteuerlich nicht abzugsfähig.  Gutschriftzinsen sind übrigens ebenfalls nicht steuerpflichtig. Bitte berücksichtigen Sie dies daher unbedingt bei einem allfälligen Vergleich mit anderen Finanzierungsformen.

TIPP: Um Nachforderungszinsen zu reduzieren bzw. gänzlich zu vermeiden, lohnt sich auf alle Fälle eine Anzahlung bis zur Höhe der voraussichtlich eintretenden Steuerschuld an das zuständige Finanzamt mittels Überweisung und unter Angabe der Steuernummer und dem Vermerk „E 01 – 12/2017“ für die Einkommensteuer oder „K 01 – 12/2017“ für die Körperschaftsteuer. Bei Unternehmensgruppen ist diese Anzahlung/Überweisung übrigens vom Gruppenträger zu leisten.