So sparen Sie Steuern im Home Office

So sparen Sie Steuern im Home Office

Durch das Arbeiten im „Home Office“ entstehen Mitarbeitern oft zusätzliche Kosten, die Arbeitgeber nun mittels einer „Home-Office-Pauschale“ von bis zu EUR 300,- steuerfrei ausbezahlen können.

Diese Neuregelung tritt rückwirkend für das Jahr 2021 in Kraft und soll vorläufig bis Ende 2023 gelten.  Da weder von Seiten der DienstnehmerInnen noch von Arbeitgeberseite ein  Rechtsanspruch oder eine einseitige Anordnung besteht, muss dafür aber eine Home-Office-Vereinbarung abgeschlossen werden.

Unternehmen können nun seit 1. Januar 2021 bis zu EUR 3,- pro Home Office-Tag steuer- und sozialversicherungsfrei an ihre Mitarbeiter auszahlen. Dabei gilt jeder Tag, an dem ein Arbeitnehmer seine berufliche Tätigkeit ausschließlich in der eigenen Wohnung ausübt. Auch ist der Pauschalbetrag mit maximal 100 Tagen pro Jahr gedeckelt (d.h. maximal EUR 300,- können ins Börserl der Dienstnehmer fließen).

Achtung! Dienstgeber aufgepasst!

Erstens: Die Anzahl der Home-Office-Tage ist im jeweiligen Lohnkonto zu erfassen, um Überprüfungen möglich zu machen. Die Lohnkontenverordnung wird daher in nächster Zeit in diesem Sinne geändert werden.

Zweitens:  Wenn Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern für die berufliche Tätigkeit zu Hause digitale Arbeitsmittel überlassen, ist deren Wert nicht zu versteuern!

Drittens: Wenn mehrere Arbeitgeber ihren Dienstnehmern jeweils Home-Office-Pauschalen zahlen (und dies EUR 300,- per anno übersteigt) ist der übersteigende Betrag steuerpflichtiger Arbeitslohn und in der Steuererklärung anzuführen.

Werbungskosten beim Home Office?

Wenn Arbeitnehmer vom Arbeitgeber keine (oder nur eine nicht kostendeckende) Home-Office-Pauschale erhalten, können sie die ihnen entstandenen Kosten als Werbungskosten steuerlich geltend machen.

Jene aber, die eine steuerfreie Homeoffice-Pauschale bekommen, müssen ihre Ausgaben für digitale Arbeitsmittel im Home Office natürlich um den vom Arbeitgeber erhaltenen Betrag kürzen. Dazu zählen u.a. etwa anteilige Kosten für Internet, Computer und Drucker.

Beim Mobiliar (über der oben genannten Höchstgrenze) können Ausgaben, die diese Höchstgrenze überschreiten, erst in den Folgejahren abgesetzt werden. Dabei gibt es eine Sonderregelung für ergonomisches Mobiliar. Der Höchstbetrag von EUR 300,- pro Kalenderjahr ist auf alle Fälle absetzbar (bei Mindestdauer des Home Office von 26 Werktagen).

Wer jedoch schon 2020 für sein Home Office einen ergonomischen Bürostuhl oder dergleichen erworben hat, kann seine Ausgaben sogar rückwirkend bis zu einem Höchstbetrag von EUR 150,- geltend machen (dies senkt jedoch den Maximalbetrag für 2021!).