Richtige Erfassung von Gutscheinen in Registrierkassen

Richtige Erfassung von Gutscheinen in Registrierkassen

Besonders in der Zeit nach den Festtagen sind Gutscheine für Unternehmer ein gutes Geschäft, das aber auch Fragen hinsichtlich der Erfassung in Registrierkassen aufwirft.

Dabei unterscheidet der Erlass des BMF generell zwischen „Wertgutscheinen“ (z.B. Geschenk-Bons bzw.  Münzen, etc.) und „sonstigen Gutscheinen“ (z.B. Veranstaltungskarten, Fahrscheine, etc.).

Bei Wertgutscheinen zu einem späteren Bezug von Waren nach freier Wahl bzw. zur Erlangung von noch nicht konkretisierten Dienstleistungen stellt ein Verkauf noch keinen steuerbaren Vorgang dar. Es handelt sich also steuerlich um keinen Ertrag bzw. umsatzsteuerpflichtigen Vorgang. Daher muss zum Zeitpunkt des Verkaufs auch noch keine Erfassung in einer Registrierkasse bzw. keine Erstellung eines Belegs darüber erfolgen.

Dennoch wird zur Erfassung derartiger Bareingänge in der Registrierkasse geraten, weil dadurch eine lückenlose Aufzeichnung aller Bareingänge gewährleistet werden kann und sich zudem die zusätzliche Aufzeichnung derartiger Bareingänge erübrigt.

Erfolgt eine Erfassung des Verkaufs eines Wertgutscheins in einer Registrierkasse, ist die Barzahlung mit der Bezeichnung „Bon-Verkauf“ als Null-%-Umsatz zu behandeln. Erst zum Zeitpunkt der Einlösung ist der Wertgutschein sodann als Barumsatz zu erfassen, weil ja Lieferungen oder sonstige Leistung tatsächlich erbracht werden.

Ist eine konkrete Lieferung oder sonstige Leistung beim Verkauf eines sonstigen Gutscheins bekannt und eindeutig bestimmt, ist deren Verkauf jedoch bereits als Barumsatz anzusehen und daher in einer Registrierkasse zu erfassen. Auch muss darüber der übliche Beleg ausgestellt werden. PS: Zu einer Konkretisierung reicht übrigens schon eine genaue eindeutige Bezeichnung der Art der Lieferung bzw. der sonstigen Leistung aus.