Planungsrechnung hilft beim Gewinnfreibetrag

Eine vorausschauende Planungsrechnung ist bei der Entscheidung für Investitionen zur Erlangung des Gewinnfreibetrags stets hilfreich…

Wie allgemein bekannt ist, können natürliche Personen und Gesellschafter einer OG oder KG (d.h. ebenfalls natürliche Personen!) auch 2017 einen Gewinnfreibetrag steuermindernd in Anspruch nehmen.

Der von der jeweiligen Höhe des Gewinns abhängige Gewinnfreibetrag beträgt für die ersten EUR 175.000,- 13%, für die nächsten EUR 175.000,- noch 7% und für weitere EUR 230.000,- immerhin 4,5%.  Achtung! Für Gewinne bis EUR 30.000,- steht prinzipiell ein Grundfreibetrag in Höhe von 13% (max. EUR 3.900) zu. Dies sogar ohne jegliche Investitionen tätigen zu müssen!

Übersteigt der Gewinn die oben genannten EUR 30.000,- so kann zusätzlich zu diesem Grundfreibetrag ein weiterer investitionsbedingter Gewinnfreibetrag geltend gemacht werden. Letzterer muss jedoch durch Anschaffungs- oder Herstellungskosten bestimmter begünstigter Wirtschaftsgüter gedeckt sein. Sollten im laufenden Geschäftsjahr 2017 jedoch noch keine Investitionen ins Anlagevermögen in entsprechender Höhe getätigt worden sein, kann dies noch vor dem 31. Dezember 2017 durch den Kauf von begünstigten körperlichen Wirtschaftsgütern  nachgeholt werden. Aber aufgepasst: Für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2016 enden, darf wieder in andere – unter Umständen ertragreichere – Wertpapiere als die bisher zur Verfügung stehenden Wohnbauanleihen investiert werden!

Wir raten in jedem Fall aber unbedingt zu einer realistischen Planungsrechnung (die über den zu erwartenden Gewinn Aufschluss gibt), um eine gesicherte Grundlage für eine etwaige Investitionsentscheidung – egal ob Güter oder Anleihen – zu erlangen. Für Fragen rund um die Erstellung einer solchen Planungsrechnung, sowie für Auskünfte und Ratschläge hinsichtlich geeigneter begünstigter Wirtschaftsgüter & Anleihen stehen wir daher gerne zeitnah zur Verfügung.