Neues Doppelbesteuerungsabkommen mit Israel

Da das alte Abkommen von 1970 (trotz einer Revision anno 2008) nicht mehr neuesten OECD-Standards folgte, wurde zwischen Österreich und Israel ein neues Abkommen abgeschlossen.

Wesentliche Neuerungen des mit 1. März 2018 in Kraft getretenen Abkommens sind:

Statt der bisherigen 25%igen Quellensteuer auf Dividenden beträgt diese nunmehr entweder 0 % (für qualifizierte Beteiligungen ab 10%) beziehungsweise nur 10%. Zudem wurden Spezialregelungen für die Besteuerung von Immobilienfonds getroffen.

Die Quellensteuer auf Zinsen beträgt künftig nur mehr 5% (statt bislang 15%).

Die Quellensteuer auf Lizenzgebühren wird von bisher 10% auf nunmehr 0 % reduziert.

Veräußerungsgewinne aus Immobiliengesellschaften sind künftig im Lagestaat steuerpflichtig. Wenn die Anteile jedoch an einer Börse gehandelt werden, gibt es jedoch eine Ausnahme.

Das neue Abkommen erstmals auf folgende Parameter anzuwenden:  Auf die an der Quelle erhobenen Steuern auf Beträge, die am oder nach dem 1. Jänner 2019 gezahlt werden  und auf andere Steuern auf Steuern, die für Zeiträume erhoben werden, die am oder nach dem 1. Jänner 2019 beginnen.