Neues Arbeitsmarktpaket für ältere Dienstnehmer

Der Gesetzgeber hat ein neues Paket zur Senkung der Lohnnebenkosten und Wiedereingliederung älterer Arbeitnehmer beschlossen, das in zwei Stufen ab 1. Juli 2014 und 1. Januar 2015 zur Anwendung kommt.

01Besonders die oft versprochene Senkung der Lohnnebenkosten steht im Mittelpunkt des Arbeitsmarktpakets wobei also ab 1. Juli 2014 der UV-Beitrag von derzeit 1,4 Prozent auf nunmehr 1,3 Prozent minimiert wird. Ab 1. Januar 2015 kommt es zur Absenkung beim IESG-Zuschlag von derzeit 0,55 Prozent auf 0,45 Prozent, wobei die erforderliche Anpassung der Zuschlagshöhe zur Gewährleistung einer ausgeglichenen Gebarung wie bislang per Verordnung erfolgen wird.

Die Absenkung der Höhe des UV-Beitrags zeitigt zudem Änderungen beim Dienstleistungsscheckgesetz. Damit allenfalls zu erwartende Änderungen der Höhe des UV-Beitrags auf die Handhabung des Dienstleistungsschecks keinen Einfluss haben, wurde die gesetzliche Regelung derart angepasst, dass der Verwaltungskostenbeitrag jeweils der Differenz der Höhe des UV-Beitrags auf 2 Prozent entspricht.

Zur Integration älterer Personen am Arbeitsmarkt wird zudem eine verstärkte Förderung in Kraft gesetzt, dessen Aufwand bislang via Arbeitslosengeld abgewickelt wurde. Personen über 50 Jahre, die länger als 180 Tage beim AMS vorgemerkt sind, kommen somit in den Genuss ausgebauter AMS-Förderungen (z.B. Eingliederungsbeihilfe, Ausbau des „Zweiten Arbeitsmarktes für ältere Dienstnehmer“, Weiterführung der Aktion „Reife Leistung“, etc.).

Außerdem wurde mittels eines Abänderungsantrags eine Übergangsregelung sichergestellt: Personen, die derzeit eine befristete Invaliditätspension beziehen und nach deren Ablauf Anspruch auf Rehabilitationsgeld haben, werden dadurch keine Einkommenseinbußen erleiden.