Lohnsteuer- und Lohnabgabenbefreiung durch neue Aushilfenregelung

Seit Jahresbeginn sind Einkünfte von Aushilfskräften aus geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen in bestimmten Fällen lohnsteuerbefreit…

Die Grenze für besagte geringfügige Beschäftigungsverhältnisse liegt 2017 bei EUR 425,70/Kalendermonat und um die Lohnsteuerbefreiung in Anspruch nehmen zu können müssen diese Voraussetzungen erfüllt werden:

Aushilfskräfte üben neben einer steuerfreien geringfügigen Beschäftigung eine selbständige oder unselbständige Erwerbstätigkeit aus und sind durch letztere vollversichert (Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung). Das vollversicherte Dienstverhältnis darf aber nicht mit dem gleichen Arbeitgeber bestehen, bei dem die Aushilfstätigkeit erfolgt. Zudem darf die Aushilfstätigkeit insgesamt nicht mehr als 18 Tage pro Kalenderjahr betragen. Plus: Der Arbeitgeber selbst beschäftigt im Kalenderjahr steuerfreie Aushilfskräfte nur im Ausmaß von maximal 18 Tagen (dazu gibt es noch Besonderheiten zu beachten!).

Werden sämtliche Kriterien erfüllt, so braucht der Arbeitgeber für derartige Aushilfskräfte weder Lohnsteuer, Kommunalsteuer, Dienstgeberbeitrag noch Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag leisten. Es muss allerdings ein Lohnzettel übermittelt werden!

In der Praxis für besagte Befreiung und deren Bestimmungen sind aber auch weitere wichtige Details und individuelle Kniffe zu beachten. Es wird daher empfohlen unbedingt vorab eine  Einzelfallbeurteilung mit uns durchzuführen, bei der wir Sie sehr gerne unterstützen und beraten.