LEI & NCI: Seit 3. Januar neue Voraussetzungen für Wertpapiergeschäfte

LEI & NCI: Seit 3. Januar neue Voraussetzungen für Wertpapiergeschäfte

Seit dem 3. Januar 2018 können Unternehmen nur  mehr dann Wertpapiergeschäfte durchführen, wenn sie über einen sogenannten Legal Entity Identifier (LEI) verfügen.

Es handelt sich dabei um eine Umsetzung einer EU-Verordnung. Die Verpflichtung zum LEI betrifft juristische Personen bzw. im Firmenbuch eingetragene Unternehmen. Natürliche Personen, Freiberufler und nicht protokollierte Einzelunternehmen benötigen am Finanzmarkt ebenfalls eine Kennung, nämlich den National Client Identifier (NCI).

Beim LEI handelt es sich um eine standardisierte, stets 20-stellige alphanumerische Kennnummer, durch die alle Teilnehmer am Finanzmarkt weltweit identifiziert werden können. Der LEI ist national und international für alle Länder, Märkte und Rechtssysteme gültig und soll Transparenz im bilateralen Geschäftsverkehr sowie an den Kapitalmärkten gewährleisten. Zudem soll durch den LEI ein verbessertes Risikomanagement ermöglicht werden.

Jedes Unternehmen muss selbstständig den LEI bei einer Vergabestelle beantragen und Kreditinstituten bekanntgeben. Alle LEI-Vergabestellen sind HIER abrufbar. Um erstmalig einen LEI zu beantragen bzw. einen bereits bestehenden LEI zu verlängern, wurde DIESE WEBSEITE eingerichtet. Die Kosten für die Erstbeantragung belaufen sich auf EUR 80,-, jene für die dann jährlich notwendige Verlängerung auf EUR 70,-.

Der NCI hingegen setzt sich je nach Staatsbürgerschaft aus unterschiedlich definierten persönlichen Daten zusammen und wird von den meisten Banken völlig automatisch erstellt.