Last Minute Fix: Kurzarbeitsantrag rückwirkend bei Ausnahmefällen möglich!

Bis 30. September 2020 können durch eine Neuregelung und Behebung einer administrativen Lücke rückwirkend noch Erstanträge auf Corona-Kurzarbeit eingebracht werden.

Generell gilt bekanntlich zur Anmeldung für die Corona-Kurzarbeit als eine Grundvoraussetzung, dass betroffene Mitarbeiter zuvor mindestens ein ganzes, voll entlohntes Kalendermonat im jeweiligen Betrieb beschäftigt waren.

Doch eine (in zahlreichen Fällen vorgenommene) Aufnahme dieser Mitarbeiter in die verpflichtende ursprüngliche Sozialpartnervereinbarung bzw. das Förderansuchen entsprach leider nicht den Förderrichtlinien und es wurde daher für diese Mitarbeiter bislang keine Beihilfe gewährt. Denn es hätte in diesen Fällen nach den Vorschriften zur Corona-Kurzarbeit erst nach dem Ablauf des ersten vollen Kalendermonats der Beschäftigung ein völlig eigenes Begehren gestellt und eine völlig eigene Abrechnungen mit dem AMS vorgenommen werden müssen.

Nun wurde jedoch in einem „Last Minute Fix“ der Regierung die Sachlage und Ausgangsposition derart geregelt, dass der Arbeitgeber in diesen Fällen noch rückwirkend einen Erstantrag ab dem zweiten Beschäftigungsmonat stellen kann. Ein solcher Antrag kann daher jetzt noch bis 30. September 2020 eingebracht werden. Dazu sind eine eigene Sozialpartnervereinbarung und ein eigenes Begehren erforderlich. Die besagten Anträge sind übrigens unabhängig von einer eventuellen Aufforderung/Rückforderung des AMS zu stellen.

Achtung! Das Zeitfenster dafür ist sehr kurz, denn ab dem 1. Oktober 2020 ist eine Antragstellung in dieser Causa nicht mehr möglich! Also bitte gegebenenfalls rasch reagieren!