Last Minute Erinnerung zur Einreichung des Jahresabschlusses 2018!

Kapitalgesellschaften müssen ihren Jahres- bzw. Konzernabschluss bis spätestens neun Monate nach dem Bilanzstichtag ans Firmenbuch übermitteln. Nun ist nur noch bis 30. September Zeit dafür, denn sonst setzt es durchaus sehr empfindliche Strafen …

Gesetzliche Vertreter von Kapitalgesellschaften sind generell verpflichtet, den Jahresabschluss samt Lagebericht sowie den endgültigen Umlauf- bzw. Gesellschafterbeschluss über die Ergebnisverwendung mit einem Bestätigungsvermerk beim Firmenbuchgericht des Gesellschaftssitzes elektronisch einzureichen. Die gleichen Vorschriften zum Zwecke der Bilanzierung, Prüfung und Offenlegung gelten übrigens auch für sogenannte „kapitalistische Personengesellschaften“ (z.B. eine GmbH & Co KG), bei denen keine natürliche Person als unbeschränkt haftender Komplementär fungiert, sowie für Zweigstellen ausländischer Kapitalgesellschaften. Für so genannte „Kleinstkapitalgesellschaften“ gibt es kleine Erleichterungen im Hinblick auf den Umfang der Offenlegung. Diese müssen nur die Bilanz und gegebenenfalls allfällige „Informationen zum negativen Eigenkapital“ publizieren. PS: Gesellschaften mit einem Umsatz von bis zu EUR 70.000,- können zudem ihren Jahresabschluss sowohl in Papierform als auch elektronisch einreichen.

Die elektronische Übermittlung ist im Rahmen des Tools „Elektronischer Rechtsverkehr-Jahresabschlüsse“ (ERV-Jab) über FinanzOnline an Firmenbuchgerichte möglich. Ebenfalls besteht die Möglichkeit der Übermittlung über das Tool „Elektronischer Rechtsverkehr der Justiz“ (webERV). Auf alle Fälle ist dabei abseits der technischen Voraussetzungen auch ein Abbuchungs- oder Einziehungsauftrag zu Gunsten der Justiz erforderlich, denn es entstehen Kosten für die Eintragung. Die Eintragung selbst kostet EUR 21,-,  die gerichtliche Eingabegebühr beträgt für eine GmbH beträgt EUR 34,-  und jene für eine AG immerhin EUR 152,-.

ACHTUNG: Wenn es zu keiner fristgerechter Einreichung (Vorsicht! Es gilt dabei nur das Datum des Einlangens beim Firmenbuchgericht!) kommt, droht zumindest eine automatische Zwangsstrafe von mindestens EUR 700,- für jeden gesetzlichen Vertreter sowie die Gesellschaft selbst. Diese Strafen können (und werden!) zudem mehrmals und mit ansteigender Höhe verhängt! Es lohnt sich also, noch zeit- & fristgerecht zu reagieren!!!