Kurzfristige Vermietungen längst umsatzsteuerpflichtig!

Kurzfristige Vermietungen längst umsatzsteuerpflichtig!

Bereits seit 1. Januar 2017 sind kurzfristige Vermietungen von Grundstücken unter bestimmten Voraussetzungen umsatzsteuerpflichtig. Hier ein Blick auf eine oft unbeachtete Causa:

Generell sind Vermietungen und Verpachtungen von Grundstücken (mit Ausnahme von Wohnzwecken!) umsatzsteuerbefreit. Doch eine „kurzfristige“ (d.h. ein ununterbrochener Zeitraum von nicht mehr als 14 Tagen!) Vermietung von Grundstücken unterliegt zwingend dem Umsatzsteuer-Normalsteuersatz. Vor allem wenn ein Unternehmer das Grundstück sonst nur für folgende Umsätze verwendet:

  • Umsätze, die den Vorsteuerabzug nicht ausschließen (d.h. steuerpflichtige Umsätze);
  • Echt steuerfreie Umsätze und Umsätze, die bei der Berechnung des Vorsteuerabzugs nicht berücksichtigt werden (z.B. Zinsen, Zahlungsmittellieferung, etc.);
  • Umsätze aus kurzfristigen Vermietungen;
  • Verwendung zur Befriedigung eines Wohnbedürfnisses; sowie
  • Umsätze für die eine Berichtigung von Vorsteuern nicht erforderlich sind.

Das Gute daran? Nun, für einen Vermieter stellt eine Umsatzsteuerpflicht im Prinzip eine Vereinfachung dar, weil dadurch eine mögliche Pflicht zur Vorsteuerberichtigung entfällt. Zudem kann im Fall einer kurzfristigen Vermietung auf die Prüfung einer allfälligen Vorsteuerabzugsberechtigung des Mieters verzichtet werden.