Ist Sponsoring steuerlich absetzbar?

Sponsorzahlungen (also freiwillige Zuwendungen per se) sind steuerlich grundsätzlich nicht abzugsfähig. Allerdings sehen die Einkommensteuerrichtlinien eine Möglichkeit als abzugsfähige Betriebsausgaben vor:

GesetzlicheSponsoring von Unternehmen ist nämlich dann eine Betriebsausgabe, wenn es nahezu ausschließlich auf einer wirtschaftlichen Grundlage beruht und es als eine „angemessene Gegenleistung“ für von dem Gesponserten übernommenen Verpflichtungen zu einer Werbeleistungen angesehen werden kann.

Dabei muss dieser Sponsortätigkeit vor allem gegenüber der Finanz eine breite öffentliche Werbewirkung zukommen. Diese Werbeleistung sollte daher unbedingt mit Beweisstücken (z.B.  Fotos, Filme, Zeitungsausschnitte, Tonmitschnitte, etc.) dokumentiert werden. Außerdem empfiehlt sich immer der Abschluss eines schriftlichen Sponsorvertrages in dem Ort, Zeitpunkt und Umfang der Werbeleistungen sowie die jeweiligen Leistungsverantwortlichen schriftlich eindeutig festgehalten werden.

Betroffen davon und somit als Betriebsausgaben abzugsfähig sind daher:

  1. Sportler und Sportvereine, die Werbeleistungen erbringen müssen, die gegebenenfalls auch durch den Sponsor bzw. das Unternehmen rechtlich erzwungen werden können. Sportler und Vereine müssen sich zudem als Werbeträger eignen und die vereinbarte Werbung muss optisch ersichtlich sein (z.B. Aufschrift am Sportgerät und/oder auf der Sportkleidung bzw. Führung des Sponsornamens in der Vereinsbezeichnung). Auch eine Wiedergabe in den Massenmedien ist empfehlenswert. Ist der Verein jedoch nur einem kleinen Personenkreis bekannt, ist von Seiten der Finanz eine typische Werbewirksamkeit nicht gegeben!
  2. Kulturelle Veranstaltungen, bei denen es darauf ankommt, dass eine (regionale) Bedeutung der Veranstaltung und deren Verbreitung in der Öffentlichkeit gegeben ist. Entsprechend den Einkommensteuerrichtlinien hat die Finanz keine Bedenken, Sponsoring für z. B. kulturelle Veranstaltungen (insbesondere Opern- und Theateraufführungen, sowie Kinofilme) mit entsprechender Breitenwirkung als Betriebsausgaben anzuerkennen, wenn das Sponsoring in der Öffentlichkeit breit und nachweisbar bekannt gemacht wird. Davon kann ausgegangen werden, wenn der Sponsor nicht nur anlässlich der Veranstaltung (etwa im Programmheft) erwähnt wird, sondern auch in der kommerziellen Firmenwerbung (z.B. Inserat- oder Plakatwerbung) auf das Sponsoring hingewiesen bzw. darüber in Massenmedien redaktionell berichtet wird.