Freie DN, Auslandszahlungen und Schwerarbeit: Meldepflicht wird knapp!

Freie DN, Auslandszahlungen und Schwerarbeit: Meldepflicht wird knapp!

Unternehmer sollten für das Kalenderjahr 2017  unbedingt noch vor Ende Februar 2018 diverse Meldeverpflichtungen beachten…

Die eingangs angesprochenen Mitteilungs- und Meldepflichten gelten z.B. bei Leistungen von Selbständigen, Zahlungen für Leistungen ins Ausland und für Verrichtungen von Schwerarbeitstätigkeiten. Hier ein rascher Überblick:

Ausbezahlte Honorare an „freie Dienstnehmer“

Werden von Unternehmern an bestimmte Gruppen von Selbständigen (z.B. Vortragende, Aufsichtsräte, Verwaltungsräte, Vorstände von Stiftungen, oder sonstige Tätigkeiten als „freier Dienstnehmer“) Vergütungen geleistet, dann müssen Unternehmer per Angabe der gesetzlich erforderlichen Daten eine Meldung an das für die Erhebung der Umsatzsteuer des Unternehmers zuständige Finanzamt vorzunehmen. Die Meldung für das Jahr 2017 muss daher in elektronischer Form noch bis zum 28. Februar 2018 erfolgen. Wenn jedoch das im Kalenderjahr geleistete Entgelt (d.h. das gesamte Entgelt!) einschließlich allfälliger Reisekostenersätze nicht mehr als EUR 900,- bzw. inklusive etwaiger Reisekostenersätze für jede einzelne Leistung nicht mehr als EUR 450,- beträgt, dann kann diese Meldung entfallen.

Überweisung bestimmter Honorare ins Ausland

Tätigen Unternehmer für bestimmte Leistungen Zahlungen ins Ausland, dann haben sie an das für die Erhebung der Umsatzsteuer des Unternehmers zuständige Finanzamt gesetzlich  vorgeschriebene Informationen zu übermitteln. Die Mitteilungspflicht betrifft Zahlungen ins Ausland für Einkünfte aus selbständigen Tätigkeiten (z.B. Rechtsanwalt, Geschäftsführer, Berater & Co) sofern die Leistungen im Inland erbracht wurden. Dies gilt auch für Vermittlungsleistungen, die von unbeschränkt Steuerpflichtigen erbracht werden (und sich auf das Inland oder auf kaufmännische bzw.  technische Beratungen im Inland beziehen). Die Mitteilung für das Jahr 2017 muss elektronisch bis 28. Februar 2018 an das zuständige Finanzamt erfolgen. Wenn in 2017 an ein und denselben Leistungserbringer Zahlungen ins Ausland erfolgten die den Höchstbetrag von EUR 100.000,- nicht überschreiten, dann ist aber keine Meldung erforderlich.

Meldepflichten für Schwerarbeit

Wenn Mitarbeiter Schwerarbeitstätigkeiten verrichten, müssen Unternehmer bis 28. Februar 2018 bestimmte Daten bezüglich dieser Schwerarbeiten an den zuständigen Krankenversicherungsträger übermitteln. Achtung! Bei  geringfügig Beschäftigten entfällt jedoch diese Schwerarbeitsmeldung.

Sollten Sie individuelle Fragen zu den oben genannten diversen Meldeverpflichtungen haben, so zögern Sie bitte nicht uns noch rasch zu kontaktieren!