Förderung von Handwerkerleistungen – neues Gesetz

Ein neues Bundesgesetz über die Förderung von Handwerkerleistungen wurde im Nationalrat beschlossen. Ziele sind dabei die Bekämpfung von Schwarzarbeit, die Stärkung legaler Wirtschaft und Impulse für Wachstum und Konjunktur. Hier eine detaillierte Übersicht über den Inhalt und die Auswirkungen des Gesetzes:

news_01Gefördert werden generell Arbeitsleistungen für Maßnahmen im Zusammenhang mit Renovierung, Erhaltung, sowie Modernisierung von im Inland gelegenem Wohnraum . Dieser Wohnraum muss für eigene Wohnzwecke genutzt werden (z.B. Eigentum, Wohnungseigentum, Miteigentum, Miete und Baurecht). Bei Arbeitsleistungen, die nicht vom Förderungswerber selbst beauftragt wurden (z.B. vom Vermieter) muss der Förderungswerber die auf ihn anteilig entfallenen Kosten mit entsprechender Kostenabrechnung des Auftraggebers nachweisen. Dies gilt auch für Maßnahmen, die im Auftrag einer Wohnungseigentümergemeinschaft erfolgen.

Der Leistungserbringer muss dabei ein zur Ausübung des entsprechenden reglementierten Gewerbes befugtes Unternehmen sein. Eine etwaige Förderung (für die kein Rechtsanspruch besteht!) ist nur im Zusammenhang mit den Kosten für die reine Arbeitsleistung (inkl. Fahrtkosten) möglich. Ausdrücklich nicht tauglich für Förderungen sind hingegen Warenkosten, Kosten für Entsorgung oder Materialkosten. Wenn eine Förderung gewährt wird, können die jeweiligen Aufwendungen auch nicht als Betriebsausgaben, Werbungskosten oder Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden.

Voraussetzungen

Der Förderungswerber, der ausschließlich eine natürliche Person sein darf, muss über die Erbringung von Maßnahmen eine Endrechnung im Sinne des Umsatzsteuergesetzes vorlegen in der die reine Arbeitsleistung und etwaige Fahrtkosten gesondert ausgewiesen werden. Er muss zudem nachweisen, dass die Zahlung auf das Konto des Leistungserbringers erfolgt ist.

Für die zur Förderung eingereichten Maßnahmen dürfen keine geförderte Darlehen, steuerfreien Zuschüsse oder sonstige Förderungen in Anspruch genommen werden.

Zur Förderung beim Finanzamt eingereichte Maßnahmen müssen nach dem 30. Juni 2014 und vor dem 31. Dezember 2015 begonnen werden.

Förderungsausmaß

Die Höhe der Förderung beträgt 20% der förderbaren Kosten (ohne USt), wenn die förderbaren Kosten je Rechnung mindestens 200,- Euro betragen. Die Höchstgrenze der förderbaren Kosten pro Förderungswerber, Wohneinheit und Jahr beträgt 3.000,- Euro (ohne USt). Pro Jahr und Förderwerber kann maximal ein Förderantrag gestellt werden.