Fixkostenzuschuss „Phase II“: Die neuen Richtlinien sind da!

Um besonders betroffenen Unternehmen zu helfen, startet im September die Initiative „Fixkostenzuschuss Phase II“. Nun liegen die Richtlinien des Bundesministeriums für Finanzen dafür vor.

Bei der neuen „Phase II“, sprich die Zeiträume ab dem 16. Juni 2020 bis zum 15. März 2021, bzw. vom dritten Quartal 2020 bis inkl. erstes Quartal 2021, wurde unter anderem vor allem die Dauer der Periode, für die ein Fixkostenzuschuss beantragt werden kann, verdoppelt. Zudem wurden auch die Voraussetzungen für die Förderung per se erleichtert sowie deutlich nach unten revidiert. Dementsprechend wurde auch der Umfang des Zuschusses parallel dazu erhöht. Außerdem wurde es in der und mit der neuen Richtlinie ermöglicht, mit wesentlich weniger administrativen Aufwand mittels nur eines einzigen Antrags für ein halbes Jahr (sprich: 6 Monate) mehr Geld zu beantragen.

Die Änderungen zum vormaligen Fiskostenzuschuss, der ja bereits in Anspruch genommen werden konnte? Nun, jetzt können Fixkosten schon ab nur 30 % Umsatzrückgang beantragt werden. Auch können Fixkosten bei einem Umsatzausfall von 100 Prozent auch zu diesen 100 Prozent ersetzt werden. Zusätzlich zur bisher geltenden „Phase I“ werden nun außerdem auch Leasingraten, die Absetzung für Abnutzung (AfA) und endgültig frustrierte Aufwendungen (z.B. bereits getätigte Vorleistungen von Reiseveranstaltern für stornierte Reisen, etc.) abgerechnet werden.

AfA und Leasingraten können auch noch rückwirkend für den Betrachtungszeitraum für den Fixkostenzuschuss I angesetzt werden. Ebenfalls neu ist auch eine Pauschalierungsmöglichkeit. Demnach können Unternehmen, die zum Zeitpunkt der Antragsstellung im letztveranlagten Jahr weniger als 100.000 Euro Umsatz hatten, einfach und pauschal 30% des Umsatzausfalls als ihre Fixkosten ansetzen.

Achtung! Ein wesentlicher Ausschlussgrund bei Phase II ist der rechtliche Zusatz, dass diese Liquiditätshilfe nicht für die Zahlung von Boni an Vorstände oder Geschäftsführer verwendet werden darf.

Hinweis: Die neuen Richtlinien für den Fixkostenzuschuss gelten ab September, jedoch vorbehaltlich der noch ausständigen Genehmigung der EU-Kommission.

Für Fragen dazu stehen wir natürlich gerne und zeitnah zur Verfügung!