Finanzielle Entlastung bei der Kammerumlage 1

Finanzielle Entlastung bei der Kammerumlage 1

Per 1. Januar 2019 wurde die KU1 (Kammerumlage 1) neu geregelt. Denn Mitglieder der Wirtschaftskammer sollen dadurch eine spürbare finanzielle Entlastung erfahren…

Generell bleibt die Kammerumlage ja keinem Mitglied der Wirtschaftskammer erspart. Aber wie immer und überall besteht auch bei der KU natürlich eine  Ausnahme. Nämlich für jene Mitglieder, deren Nettoumsatz EUR 150.000,- pro Kalenderjahr nicht übersteigt.  Nun wurden  für jene Mitglieder, die eine KU zahlen müssen, seit 1. Januar 2019 die Bemessungsgrundlage geändert und ein degressiver Staffeltarif eingeführt. Hier ein Überblick über die beiden Neuerungen:

Verringerung der Bemessungsgrundlage

Die Vorsteuer aus der Anschaffung von Anlagevermögen wird nicht mehr in die Bemessungsgrundlage der KU 1 einbezogen. Betroffen von dieser neuen Regelung ist das gesamte ertragsteuerliche Anlagevermögen. Es wird nicht mehr zwischen neuen und gebrauchten Wirtschaftsgütern unterschieden und auch geringwertige Wirtschaftsgüter sind von der Regelung uneingeschränkt betroffen.

Auch hier ist aber, wie oben erwähnt, eine Ausnahme vorhanden. Denn bei Firmen-Kfz ist eine Differenzierung und Präzisierung vorzunehmen. So zählen Firmen-Kfz (PKWs, Kombis oder Krafträder) nicht zur Bemessungsgrundlage der KU1. Hingegen werden LKWs, Fahrschul-Kfz, Vorführwagen (mind. 80% gewerbliche Personenbeförderung bzw. gewerbliche Vermietung!) aus Sicht der Umsatzsteuer dem Unternehmen zugeordnet. Die USt bei Ankauf dieser Fahrzeuge zählt aber nur dann, wenn das jeweilige angeschaffte Fahrzeug ein Anlagevermögen darstellt. Der Haken? Nun, Vorführwagen und Fahrzeuge, die zur gewerblichen Weiterveräußerung bestimmt sind, stellen mehrheitlich ein Umlaufvermögen dar. Ergo zählt die USt beim Ankauf nicht zur KU1-Bemessungsgrundlage!

Neuer degressiver Staffeltarif

Im Rahmen der Novelle wurde ein degressiver Staffeltarif erschaffen. Mit steigender Bemessungsgrundlage sinkt die relative Belastung durch die KU. Die WKÖ hat dabei die Schwellenwerte neu festgesetzt. Der niedrige Schwellenwert wurde auf EUR 3 Mio., der höhere auf EUR 32,5 Mio. fixiert. Hier die neuen KU-Sätze im Überblick:

Bis zu EUR 3 Mio. beträgt die Vorsteuer: 0,29%

Von EUR 3 Mio. bis EUR 32,5 Mio wird die Vorsteuer mit  0,2755% veranschlagt.

Über EUR 32,5 Mio gilt eine  Vorsteuer von 0,2552%

Hinweis: Sollten Sie individuelle Fragen zu diesen Neuerungen haben, dann beraten wir Sie natürlich gerne im Rahmen eines Termins.