Einsparungspotential bei Lohnnebenkosten ab 60. Lebensjahr

Einsparungspotential bei Lohnnebenkosten ab 60. Lebensjahr

Für Dienstnehmer und Geschäftsführer mit wesentlicher Beteiligung an einer GmbH kommt es ab dem 60. Lebensjahr zu merkbaren Ersparnissen bei Dienstgeberbeitrag und dessen Zuschlag.

Für Dienstnehmer, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, entfallen bekanntlich die Lohnnebenkosten, namentlich der Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds (DB) und der Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag (DZ). Dies gilt auch für Geschäftsführer, die an einer GmbH wesentlich beteiligt sind!
Unternehmen sollten daher das Einsparungspotential für Dienstnehmer (die das 60. Lebensjahr vollendet haben) für DB, DZ und Kommunalsteuer unbedingt beachten. Löhne und Gehälter, die ab dem Kalendermonat gewährt werden, der dem Monat folgt, in dem der Dienstnehmer das 60. Lebensjahr vollendet hat, unterliegen nämlich nicht mehr dem DB und dem DZ.
Diese Erleichterung gilt auch für wesentlich beteiligte Geschäftsführer, die am Stammkapital einer GmbH mit mehr als 25% beteiligt sind. Für den Bereich der Lohnnebenkosten werden diese wesentlich beteiligten Geschäftsführer trotz Bezug einkommenssteuerlicher Einkünfte aus selbstständiger Arbeit nämlich trotzdem als „Dienstnehmer“ qualifiziert woraus sich eine Lo0hnnebenkostenpflicht ergibt. Für wesentlich beteiligte Gesellschafter-Geschäftsführer gilt aber auch die Befreiung hinsichtlich DB und DZ bei Vollendung des 60. Lebensjahres, also für alle ab dem Folgemonat zugeflossenen Gehälter bzw. sonstigen Vergütungen.
Achtung: Unabhängig vom Alter besteht die Kommunalsteuerpflicht jedoch weiterhin sowohl für klassische Dienstnehmer als auch für Gesellschafter-Geschäftsführer!