Einheitliche Umsatzsteuersenkung auf 5%? Nö, leider nein!

Die zur Unterstützung der Unternehmen und von Covid-19-Maßnahmen betroffenen Branchen beschlossene einheitliche Senkung des Umsatzsteuersatzes auf 5% ist eigentlich eine Mogelpackung der Regierung. Denn der Teufel steckt im Detail und von „einheitlich“ kann daher wirklich keine Rede sein!

Neben den organisatorischen (und kostenintensiven) Herausforderungen wie z.B. der Umstellung von Registrierkassen zeigen Fachbeispiele aus der täglichen Praxis der Unternehmen, dass der Ruf nach Vereinfachung des ziemlich komplexen Steuersystems mehr als gerechtfertigt ist.

Nehmen wir z.B. eine Dose „Coca Cola“. Wissen Sie, welcher der weiterhin existierenden bzw. neuen Prozentsätze (NEU: 5%, ALT: 10% & 20% bzw. in manchen Bereichen wie Kultur & Co. 13%) wo und wie zur Anwendung kommt? 5%? Nein, falsch! Denn nur im Restaurant wird dieser neue Umsatzsteuersatz angewendet. Bei einem Street Food- oder Würstelstand kommen die 5 % zur Anwendung, wenn das Getränk zum Essen bzw. zum sofortigen Verzehr/Genuß verkauft werden und im Hotel werden bei Konsum dieser Dose im Zimmer (via Minibar) sogar 20% zur Versteuerung fällig!

Sie wollen sich mit einem Brötchen bzw. Kuchen und einem Kaffee oder Tee laben? Da kommt es darauf an, ob sie die Bestellung „to go“ ordern oder vor Ort konsumieren. Und selbst bei „to go“ darf besagter Kaffee oder Tee mit den 5% berechnet werden, der Kuchen oder das Brötchen im Sackerl jedoch nicht (und somit zum „alten“ 10%’igen Steuersatz)!

Tipp: Um Klarheit zu bekommen hilft die FAQ-Liste des Finanzministeriums zur Anwendung des richtigen Umsatzsteuersatzes  (diese FAQ-Liste können Sie übrigens HIER aufrufen!). Also nachsehen lohnt sich!

Sollten Sie dazu Fragen haben, dann wenden Sie sich gerne an uns.