E-Autos: Finanz prüft verstärkt die unternehmerische Nutzung

Zahlreiche Steuervorteile haben immer mehr Unternehmen bewogen, Elektrofahrzeuge anzuschaffen. Nun hat die Finanzverwaltung begonnen, verstärkt das Verhältnis zwischen privater und unternehmerischer Nutzung zu prüfen.

Die Vorteile eines E-Firmenfahrzeugs sind allseits bekannt: Bei Privatnutzung fällt kein Im Falle der Privatnutzung an. Es besteht eine Befreiung von der Normverbrauchsabgabe und der motorbezogenen Versicherungssteuer. Zudem entfallen für Dienstgeber die Lohnnebenkosten a la

DG-Anteile zur SV, DB, DZ, und KommSt für den Sachbezug. Auch der Vorsteuerabzug bei Neuanschaffung eines E-Firmen-Kfz (bei Kosten bis zu EUR 40.000,- steht der Vorsteuerabzug uneingeschränkt zu, bei der Luxustangente zwischen EUR 40.000,- und EUR 80.000,- gibt es immer noch den uneingeschränkten Abzug in einem ersten Schritt. Jedoch sind Vorsteuern, die diesen letztgenannten Kostenbereich zuzuordnen sind, durch eine Eigenverbrauchsbesteuerung neutralisiert) ist immer eine Überlegung wert.

 

Nun kommt es jedoch im Bereich der Grenze von 10% unternehmerischer Nutzung zu verstärkten Prüfungen durch die Finanz. Warum? Nun, um die Annahme einer unternehmerischen Nutzung (und somit ein Vorsteuerabzug) überhaupt  zu ermöglichen, muss zumindest eine 10%ige betriebliche Nutzung nachweisbar sein. Da Fahrten von Dienstnehmern zwischen dem Wohnort und der Arbeitsstätte als „nichtunternehmerische Privatfahrten“ gelten, kann die Privatnutzung eines E-Kfz durch Mitarbeiter, die das Fahrzeug nicht täglich für das Unternehmen nutzen, in Hinsicht auf die Einhaltung der 10%-Grenze  ein echtes Problem darstellen.

Hinweis: Wir raten daher dazu, unbedingt ein Fahrtenbuch zu führen, um für die Finanzverwaltung bei einer Überprüfung einen stichhaltigen Nachweis der unternehmerischen Mindestnutzung von 10% erbringen zu können!