Digitalsteuerpaket – Was ging nun in die Begutachtung?

Digitalsteuerpaket – Was ging nun in die Begutachtung?

Der erste Teil des geplanten Digitalsteuerpakets wurde nun vom Finanzministerium in die Begutachtung versandt. Doch was sind denn die Kernpunkte, die sichtlich schon vor der Gesetzwerdung stehen?

Das vom Finanzministerium in die Begutachtung geschickte „Digitalsteuerpaket“ umfasst dem Vernehmen nach mehrere Bestandteile, die nun peu à peu umgesetzt werden sollen. Hier ein kurzer Überblick zu den geplanten Maßnahmen:

Steuer auf Online-Werbeeinnahmen

Konzerne mit einem weltweiten Umsatz von  750 Millionen Euro (und die davon in Österreich  einen digitalen Werbeumsatz 15 Millionen Euro erzielen) unterliegen (so geplant) künftig einer österreichischen Digitalsteuer von 5 % für Umsätze im Bereich der Online-Werbung.

Informationspflicht für digitale Vermittlungsplattformen

Den Behörden soll von Buchungsplattformen  ab 1. Januar 2020 sämtliche Buchungen und Umsätze bekannt geben werden. Bei Verletzungen dieser „Informationsverpflichtung“ (z.B. Plattformen privater Beherbergungsangeboten a la AirBnB & Co) soll dann die jeweilige Plattform bei nicht versteuerten Umsätzen der Vermieter voll haftbar gemacht werden können.

Umsatzsteuerpflicht Händlerplattformen

Bisher waren Lieferungen von Paketen aus Drittstaaten üblicherweise bis zu einem Warenwert von € 22,- von der Einfuhrumsatzsteuer befreit. Diese Befreiung soll nun entfallen. Zudem sollen in Zukunft Online-Plattformen selbst bei grenzüberschreitenden Lieferungen an Private als Lieferer gelten. Somit kann die österreichische Finanzverwaltung der jeweiligen Plattform selbst die entsprechende Steuer vorschreiben.

Entfall der Lieferschwelle bei Versandhandel

Bislang unterlagen Lieferungen von EU-Unternehmen an Private in Österreich generell erst ab einer Lieferschwelle des Unternehmens nach Österreich in der Höhe von EUR 35.000,- der Umsatzsteuerpflicht. Auch diese Schwelle soll künftig entfallen und stattdessen schon ab dem ersten Euro eine Steuerpflicht in Österreich bestehen. Ausnahme: KMU mit Kleinumsätzen bis EUR 10.000,.  p.a.

Hinweis: Soweit die Ankündigungen und der Entwurf des Ministeriums, der nun in Begutachtung ging. Die Gesetzeswerdung bleibt natürlich abzuwarten und wir werden Sie über neue Entwicklungen selbstverständlich zeitnah informieren.