Die Frist für eine mögliche Herabsetzung von Einkommen- bzw. Körperschaftssteuervorauszahlungen läuft demnächst aus!

Nur noch bis spätestens 30. September 2019 sind Anträge auf eine Herabsetzung (natürlich inklusive einer nachvollziehbaren Begründung) beim Finanzamt möglich und sollten daher unbedingt im Fall des Falles gestellt werden …

Körperschaften und Personen mit steuerpflichtigen Einkünften müssen generell während des laufenden Jahres Einkommens- bzw. Körperschaftsteuervorauszahlungen leisten. Diese sind vierteljährlich  (d.h. jeweils am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November eines Jahres) einzuzahlen.  Wenn es aber schon jetzt, nach mehr als acht Monaten, absehbar ist, dass die geleisteten Vorauszahlungen für 2019 höher sind als die tatsächlich zu entrichtende Einkommen- bzw. Körperschaftsteuerschuld für das Jahr 2019 (Man spricht in diesem Fall von einer „veränderten Ergebnissituation“), kann beim Finanzamt ein Antrag für die Herabsetzung von Vorauszahlungen gestellt werden. Dies ist vor allem aus Liquiditätsgründen oft enorm wichtig.

Bei diesem allfälligen Antrag auf Herabsetzung muss dann die voraussichtliche Höhe der Besteuerungsgrundlage für 2019 mithilfe geeigneter Unterlagen bzw. Berechnungen glaubhaft gemacht werden. Anerkannt werden vom Finanzamt dabei z.B. die Vorlage einer Zwischenbilanz, eine Aufstellung über die Umsatzentwicklung oder aber auch ein Nachweis über den Ausfall von Forderungen oder von das Ergebnis maßgeblich beschneidenden Schadensfällen.