Die Fallfrist für EU-Vorsteuererstattung endet am 30. September!

Da eine im Ausland in Rechnung gestellte Umsatzsteuer vom Unternehmer im Ansässigkeitsstaat in der UVA nicht als Vorsteuer abziehbar ist, sorgt generell die Vorsteuererstattung für Entlastung. Doch die Fallfrist für 2017 endet bereits am 30. 9. 2018!

Manche Leistungen, die ein Unternehmer im Ausland bezieht, werden zuzüglich ausländischer Umsatzsteuer in Rechnung gestellt.  Ausländische Unternehmer mit Sitz in einem EU-Mitgliedstaat und ohne österreichische Betriebsstätte können nun noch bis Sonntag, den 30.9. ihre Rückerstattungsanträge für österreichische Vorsteuern für das Jahr 2017 über die von ihrem Mitgliedstaat zur Verfügung gestellte elektronische Portale einreichen. Dabei dürfen ausländische Unternehmer aber keine Umsätze im Inland, sondern oder nur steuerfreie Umsätze (wie z.B. Güter- oder Personenbeförderungsleistungen, etc.), bzw. nur Umsätze mit Übergang der Steuerschuld auf den Leistungsempfänger (Reverse Charge) erzielt haben. Allerdings können nur in Österreich angefallene und abzugsfähige Vorsteuern erstattet werden.

Österreichischen Unternehmern steht für die Erstattung von Vorsteuern, die in einem anderen EU-Mitgliedstaat angefallen sind, ein elektronischer Antrag über FinanzOnline zur Verfügung. Dabei ist für jeden Mitgliedstaat, der betroffen ist, ein eigener Antrag zu stellen. Die Vorlage einer „Unternehmerbescheinigung“ (das berüchtigte Formular U70) ist aber nicht mehr notwendig. Grundsätzlich ist auch die Übermittlung der Rechnungen nicht notwendig. In bestimmten Fällen kann ein Erstattungsmitgliedstaat jedoch eine Kopie verlangen, also bereiten Sie sich auf ein derartiges Szenario vor.

Der Erstattungszeitraum muss grundsätzlich mindestens drei aufeinanderfolgende Monate umfassen. Der zu erstattende Betrag muss mindestens EUR 400,- betragen. Ist der Erstattungszeitraum das gesamte Kalenderjahr oder der letzte Zeitraum eines Kalenderjahres, muss sich der zu erstattende Betrag jedoch auf zumindest EUR 50,- belaufen.

ACHTUNG!  Der angegebene Stichtag ist eine Fallfrist und nicht verlängerbar! Deshalb ist es am 1. Oktober 2018 bereits zu spät! Achten Sie bitte darauf, Anträge vollständig und fristgerecht einzubringen. UND BITTE BEDENKEN SIE: Es kann Ende September zu einer Überlastung des Systems kommen. Wenn sie nicht schon vorab zeitgerecht agieren könnten Sie dadurch die Frist versäumen!