Das Ende für die reduzierten Umsatzsteuersätze naht

Die vom Finanzministerium für Gastronomie, Beherbergung, Kultur und Publikationen reduzierten Umsatzsteuersätze gelten nämlich nur noch bis einschließlich 31. Dezember 2021.

Aktuell gilt in der Gastronomie, in  Konditoreien, Bäckereien bzw. in  Fleischereibetrieben ein Einheitssteuersatz von 5% für die Ausgabe von Speisen und Getränken (sowohl alkoholisch als auch nichtalkoholisch). Auch für Übernachtungen in Hotels & Beherbergungsbetrieben sowie auf Campingplätzen gilt der 5%-USt-Steuersatz. Und auch für die Kulturbranche (Theater-, Musik- und Gesangsaufführungen) kommen diese 5% zur Anwendung. Doch damit ist ab 1. Januar 2022 endgültig Schluss!

Was ist bei Rechnungen und USt-Berechnung künftig zu beachten?

Nun, besonders m Bereich von Übernachtungen im Zeitraum ab 1. Januar 2022 kann es vorkommen, dass noch heuer Rechnungen ausgestellt (und bezahlt bzw. angezahlt) werden. Anzahlungen und Zahlungen sind zwar in der Regel zum Zeitpunkt der Vereinnahmung zu versteuern. Ändert sich zum Leistungszeitpunkt die rechtliche Lage (neuer  Umsatzsteuersatz!), muss besagter Steuersatz per se auf den Zeitpunkt der Leistung korrigiert werden. Daher muss eine Berichtigung einer Anzahlung bzw. Zahlung erfolgen.

Es ist daher anzuraten, dass man aus Praktikabilitätsgründen die Anzahlung bzw. Zahlung der betreffenden Rechnung bereits mit dem neu geltenden  Steuersatz ausweist und versteuert. Das beugt sowohl einer Berichtung einer Rechnung als auch einer Korrektur in der Steuererklärung vor.

Kanzleitipp: Oh, und keinesfalls sollte vergessen werden, die Registrierkassen  per 1. Januar 2022 auf die neuen (alten) gewohnten Steuersätze  umzurüsten bzw. zu programmieren. Bei Fragen dazu stehen wir natürlich gerne zur Verfügung.