Covid-19: Neues Kurzarbeitsmodell III tritt ab 1. Oktober 2020 in Kraft

Noch vor der parlamentarischen Sommerpause haben sich die Regierung, die Gewerkschaften und die Wirtschaftskammer  auf ein drittes und brandneues Kurzarbeitsmodell geeinigt. Das noch laufende Kurzarbeitsmodell II wird – da es am 1. September ausläuft – daher noch bis 30. September 2020 verlängert.

Das Kurzarbeitsmodell III wird ab 1. Oktober 2020 gelten und vorerst (wie schon bei den Vorgängermodellen) für 6 Monate gelten. Im Gegensatz zu früher wird die Mindestarbeitszeit beim Modell III statt bislang 10 Prozent nunmehr 30 Prozent betragen, die Maximalarbeitszeit soll 80 Prozent betragen.

Bei der Entlohnung folgt man im neuen Modell de facto der Kurzarbeit II: In Kurzarbeit tätige Beschäftigte bekommen auch weiterhin 80-90 Prozent des Nettoeinkommens. Die Arbeitgeber bzw. Unternehmen müssen nur die tatsächlich erbrachte Arbeitsleistung bezahlen. Die Differenz wird weiterhin inklusive Lohnnebenkosten in voller Höhe vom AMS beglichen.

Hinweis:  Wie in einer Aussendung der Sozialpartner bekannt wurde wird es jedoch ein standardisiertes Verfahren geben, mit dem die Bedürftigkeit des Unternehmens überprüft werden soll. So wird von einer Prognose-Rechnung, die jedenfalls vorzulegen ist, gesprochen.

PS: Zudem kommt im Rahmen des neuen Kurzarbeitsmodell III auch eine „Bereitschaft zur Weiterbildung in der Kurzarbeitszeit“, sofern ein Unternehmen dies wünscht. Dabei sollen noch vor dem Inkrafttreten des Modells III vor allem für kleinere Betriebe zusammen mit dem AMS neue Angebote erstellt werden. Sollten Mitarbeiter in Fort- & Weiterbildung während der Kurzarbeit  jedoch kurzfristig im Betrieb gebraucht werden, dann haben sie den Anspruch darauf, die Ausbildung innerhalb von 18 Monaten nachzuholen.