Covid-19-Härtefallfonds: Neue Verbesserungen und Änderungen ante portas!

Covid-19-Härtefallfonds: Neue Verbesserungen und Änderungen ante portas!

Um das Sicherheitsnetz für EPU, Kleinstunternehmer & KMU für die Bestreitung der persönlichen Lebenshaltungskosten zu verbessern, treten wesentliche Änderungen in Kraft.

Bei diesen Verbesserungen wird besonders auf die Umsetzung und Praxisnähe Bedacht genommen, da beim Covid-19-Härtefallfonds viele Unternehmerinnen & Unternehmer durch das Netz gefallen sind und bestimmte betriebliche Sondersituationen unberücksichtigt blieben. Folgende praxisnahe Verbesserungen konnten zwischen dem durchführenden Organ der Wirtschaftskammer (WKO) und der Bundesregierung erreicht werden:

Erweiterung des Betrachtungszeitraumes: 

Damit Unternehmer/innen, die jetzt noch Zahlungseingänge haben und einen Umsatzeinbruch daher erst später darstellen können, erfasst werden, wird der dreimonatige Betrachtungszeitraum um weitere drei Monate verlängert (d.h. die Frist läuft nun bis zum 15. September 2020).  Innerhalb der insgesamt sechs Monate können drei beliebige Monate für die Beantragung gewählt werden. ACHTUNG! Diese drei Monate müssen nicht zwingend aufeinander folgen!

Einführung einer Mindestförderhöhe von EUR 500,- pro Monat (auch für Jungunternehmen ab 2018!): 

  1. Davon profitieren alle Unternehmen, die aufgrund von Investitionen oder üblichen Anlaufverlusten bei Gründung keinen Gewinn erwirtschaften konnten.
  2. Es muss weder im letzten noch in den letzten drei Steuerbescheiden in den letzten fünf Jahren ein positives Ergebnis vorliegen.
  3. Jungunternehmer/innen, die nach dem 01. Januar 2018 (bisher 01.Januar 2020) gegründet haben, können auch ohne Steuerbescheid die EUR 500,- beantragen.
  4. Alle Unternehmer/innen haben über die automatisierte Berechnung weiterhin die Möglichkeit, bis zu 2.000 Euro pro Monat Förderung zu erhalten.

Berücksichtigung Familienhärteausgleich:

  1. Der Corona-Familienhärteausgleich wird vom Doppelförderungsverbot ausgenommen.
  2. Eine Förderung aus dem Corona-Familienhärteausgleich ist damit kein Ausschlussgrund mehr für die Beantragung einer Unterstützung aus dem Härtefall-Fonds.

Versicherungsleistungen sind kein Ausschlusskriterium mehr:

COVID-19 bezogene Versicherungsleistungen sind kein Ausschlusskriterium mehr, sondern können als Nebeneinkünfte angegeben werden!

Wichtige WKO Information bezüglich Einreichungen:
Die WKO informiert im INFOPOINT ihrer Webseite laufend über die aktualisierten Richtlinien und verfügbaren Antragsformulare. Zudem ersucht die WHO um folgende Beachtung:

  1. Sollten Sie noch nicht eingereicht haben, warten Sie bitte unbedingt die Umsetzung der Richtlinienänderung ab.
  2. Bereits eingereichte Anträge müssen vorerst nicht erneut eingereicht Nach Vorliegen der neuen Richtlinie wird über Ihren Antrag entschieden. ACHTUNG! Es könnte sich möglicherweise eine Verbesserung gegenüber der aktuellen Situation ergeben.
  3. Wenn Sie Ihren Antrag zurückziehen möchten (B. weil der Antrag erst für einen späteren Betrachtungszeitraum gestellt werden soll), dann schreiben Sie bitte an die für Ihren Antrag zuständige Landeskammer eine Nachricht über ein KONTAKTFORMULAR. Bitte geben Sie unbedingt Ihre Geschäftsfallzahl an, die Sie bereits per Mail erhalten haben.