COVID-19: Degressive Abschreibung bereits ab 1. Juli 2020 möglich

Ebenfalls im Rahmen des neuen InvPrG (Investitionsprämiengesetz) ist eine von der heimischen Wirtschaft lautstark geforderte degressive AfA, die nun bereits ab dem 1. Juli 2020 möglich sein wird.

Mit dem Übergang der Investitionsprämie in eine degressive AfA (Abschreibung auf Abnutzung), die bereits hoch beginnt, soll dem Wunsch der heimischen Wirtschaft Rechnung getragen werden. Interessant ist dabei, dass diese degressive Absetzung für Abnutzung nunmehr auch in fallenden Jahresbeträgen nach einem unveränderlichen Prozentsatz von höchstens 30% erfolgen kann. Dieser Prozentsatz ist auf den jeweiligen Buchwert (sprich Restbuchwert) anzuwenden und ergibt sodann den jeweiligen Jahresbetrag. Dabei gilt allerdings – und wie auch erwartet – folgende Einschränkung:

Von der degressiven Absetzung für Abnutzung sind unkörperliche Wirtschaftsgüter, gebrauchte Wirtschaftsgüter, Gebäude und Herstellungsaufwendungen eines Mieters oder sonstigen Nutzungsberechtigten auf ein Gebäude, Personen- und Kombinationskraftfahrzeuge (ausgenommen sind dabei Fahrschulkraftfahrzeuge sowie Kraftfahrzeuge, die zu mindestens 80% der gewerblichen Personenbeförderung dienen), Anlagen, die der Förderung, dem Transport oder der Speicherung fossiler Energieträger dienen, sowie Anlagen, die fossile Energieträger direkt nutzen (d.h. Energieerzeugungsanlagen, sofern diese mit fossiler Energie betrieben werden, Tank- und Zapfanlagen für Treib- und Schmierstoffe sowie Brennstofftanks, wenn diese der energetischen Nutzung fossiler Kraft- und Brennstoffe dienen. Zudem natürlich Luftfahrzeuge!) jedoch ausdrücklich ausgenommen!

Achtung! Hinweis: Ein Übergang von der degressiven Absetzung für Abnutzung zur linearen Absetzung für Abnutzung ist zulässig. In diesem Fall bemisst sich die lineare Absetzung für Abnutzung vom Zeitpunkt des Übergangs an nach dem dann noch vorhandenen Restbuchwert und der Restnutzungsdauer des einzelnen Wirtschaftsguts. Ein Übergang von der linearen Absetzung für Abnutzung zur degressiven Absetzung für Abnutzung ist hingegen aber nicht zulässig.