Corona-Kurzarbeit: Der AMS-Rechner für die Beihilfenermittlung ist ONLINE! Plus: Wichtiges Update 23. März 2020: Kurzarbeit & Krankenstand

Das AMS hat  einen Online-Rechner zur Unterstützung für Unternehmen ins Netz gestellt. Zusätzlich wurden am 23. März  weitere Updates und Änderungen verlautbart, die die Corona-Kurzarbeit noch attraktiver machen sollen…

Das AMS hat vor kurzem einen Rechner für die Beihilfenermittlung hinsichtlich der neuen Corona-Kurzarbeit online gestellt. Dieser Rechner soll Ihnen nun als weiterer Schritt der Vereinfachung und Erleichterung dabei helfen, die für Sie als Unternehmen mögliche Kurzarbeitsbeihilfe im Zusammenhang mit COVID-19 zu ermitteln. Bitte beachten Sie allerdings, dass die Angaben lediglich zur Informationund Leitlinie dienen. Der Rechner ist HIER online verfügbar und zur Berechnung freigeschalten.

UPDATE 23. März 2020: AMS übernimmt Anteil an Kosten für Krankenstände in Kurzarbeit

Wie Wirtschaftskammer Österreich (WKO) und Arbeitsmarktservice (AMS) unisono am 23. März 2020 per Pressemitteilung verlautbarten, wird die Corona-Kurzarbeit noch ein Stückchen attraktiver. Denn das Arbeitsmarktservice (AMS) übernimmt nun auch einen Anteil an den Kosten für einen Krankenstand im Rahmen der Kurzarbeit.

Üblicherweise muss ein Arbeitgeber die Lohnkosten übernehmen, wenn sein Mitarbeiter bzw. seine Mitarbeiterin im Rahmen einer Kurzarbeit krank wird. Diesmal soll aber das AMS einen Teil der Kosten für Arbeitszeiten, die aufgrund von Krankenstand entfallen, übernehmen. Gibt es im Unternehmen Kurzarbeit und wird die Arbeitszeit etwa von 40 auf zehn Stunden reduziert, dann werden drei Viertel des Krankenstands vom AMS getragen, ein Viertel zahlt das Unternehmen.

Zusätzliches UPDATE – Aktualisierte AMS-Richtlinien zu COVID-19-Kurzarbeit

Das AMS hat die überarbeiteten Richtlinien zur Kurzarbeit (KUA-COVID-19) sowie das Kurzarbeitsbegehren und weitere Informationen zu den Pauschalsätzen zur Erläuterung und Hilfestellung online gestellt. Dies alles können Sie HIER abrufen.

Die neuen AMS-Richtlinien enthalten u.a. folgende wesentliche Verbesserungen:

1) Der Antrag kann jederzeit ohne Fristen eingebracht werden (ab 16. März 2020!)

2) Offene Urlaube und Zeitausgleich müssen nicht vorab verbraucht, sondern können eingefroren werden

3) Die gekürzte Normalarbeitszeit muss im Durchrechnungszeitraum gegeben sein – so kann auch eine zeitweilige Nullbeschäftigung in ein Kurzarbeitsmodell integriert werden.

4) Übernahme der SV-Beiträge ab Beginn der Kurzarbeit.

5) Auch Geschäftsführer sind gefördert, soferne sie ASVG-versichert sind

6) Auch für einzelne Mitarbeiter möglich.