Corona-Familienhärtefonds: Einmal nicht rückzahlbares Geld für drei Monate!

Die Bundesregierung will Familien mit Kindern unterstützen, in denen ein oder beide Elternteil(e) von Kurzarbeit,  Arbeitslosigkeit, aber auch von finanziellen Härten trotz selbstständiger Tätigkeit (grobe Einbußen bei EPU, KMU) betroffen sind.

In der heutigen Pressekonferenz wurde angekündigt, dass ein neuer „Corona-Familienhärtefonds“ aufgesetzt wurde, um sozialen Krisen und Härten vorzubeugen. Es gibt nun ab 15. April 2020 für Elternteile (sowohl für einen oder auch beide Partner), die bis zum 28. Februar 2020 in unselbstständiger (bzw. im Fall eines eigenen Kleinunternehmens mit Einbußen durch die Krise) auch in selbstständiger Beschäftigung waren, die Möglichkeit, sich beim Familienminsterium (Antragsformulare bzw. -links werden voraussichtlich erst am 15.04.2020 freigegeben) anzumelden und Einmalzahlungen für drei Monate aus diesem neuen Fonds zu beantragen.

Voraussetzung ist, dass zum Stichtag Familienbeihilfe bezogen wurde bzw. Anspruch bestand, sowie weiters, dass zumindest ein Elternteil in Corona-Kurzarbeit ist, durch die Krise und Maßbnahmen arbeitslos wurde oder (im Falle der selbstständigen Erwerbstätigkeit eines oder beider Elternteile) ein Anspruch aus dem Härtefallfonds besteht. Die Zahlung aus dem neuen Corona-Familienhärtefonds gilt dann für drei Monate, wird aber auf einmal (als Gesamtsumme) am Beginn voraus ausgezahlt und muss (wie beim Corona-Härtefonds oder Covid-19-Hilfsfonds) auch nicht zurückgezahlt werden!

Dazu hat der Gesetzgeber den bisherigen Familienhärteausgleichsfonds heute aufgestockt und vorerst einmal 30 Millionen Euro für Einmalzahlungen an Betroffene zur Verfügung gestellt.

PS: Die genaue Höhe der Unterstützung soll vom vorherigen Einkommen abhängen. Als Beispiel wurde eine Familie mit zwei Kindern und EUR 3.000,- netto Familieneinkommen genannt, die nach Arbeitslosigkeit des Vaters für drei Monate jeweils EURO 780,- Euro (also EUR 2.340,-) erhalten würde. Ziel sei, den Einkommensverlust durch Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit oder Härten durch Einbußen annähernd auszugleichen, hieß es aus dem Ministerium. Die genauen Berechnungsgrundlagen will das Ministerium aber erst im Laufe der kommenden Woche veröffentlichen.