Bitte übermittelte Daten für Sonderausgaben überprüfen!

Bitte übermittelte Daten für Sonderausgaben überprüfen!

Ab dem Veranlagungsjahr 2017 berücksichtigt die Finanz erstmals von sich aus bestimmte Sonderausgaben in der Einkommensteuererklärung.

Dafür senden die Empfänger von Spenden bzw. Zahlungen (z.B.  verpflichtende Beiträge an Kirchen und Religionsgesellschaften, Spenden an begünstigte Spendenempfänger und Feuerwehren, Zahlungen an gemeinnützige Stiftungen oder Beiträge zur freiwilligen Weiterversicherung und für den Nachkauf von Versicherungszeiten) die entsprechenden Daten direkt ans Finanzamt.

Soweit so gut.

Aber: Steuerzahler sollten diese Meldungen trotzdem unbedingt überprüfen!

Warum? Nun, vielen Steuerpflichtigen ist nicht klar, dass z.B. bei abzugsfähigen Spenden eine Meldung ans Finanzamt aktiv ausgelöst werden muss, indem sie dem Spendenempfänger Namen und Geburtsdatum bekanntgaben. Es empfiehlt sich daher, die beim Finanzamt eingelangten Meldungen genau zu überprüfen. Im Menüpunkt „Datenübermittlung“ in FinanzOnline lässt sich einsehen, welche Sonderausgaben nun tatsächlich gemeldet wurden. Bei Fehlern (z. B. falsche Beträge, unvollständige Meldungen), muss die übermittlungspflichtige Organisation diese innerhalb von drei Monaten berichtigen. Unterbleibt diese Korrektur, dann akzeptiert der Fiskus (aus Kulanz) die vom Steuerpflichtigen selbst angegebenen Beträge bei der Veranlagung – sofern er sie glaubhaft machen kann.

Wie immer gibt es auch Sonderfälle:  Die Zehnjahresverteilung beim Nachkauf von Versicherungszeiten ist ebenso ein Sonderfall wie die Verteilung gemeinsam einbezahlter Kirchenbeiträge auf mehrere Steuerpflichtige. Bei beidem lässt sich nämlich bei der Steuererklärung eine von der Meldung abweichende Veranlagung beantragen.